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Dasha stürmt zum Sieg

18.03.2012, Khanty Mansiysk / IBU Info. Dept. JK
Gewinnt auf der letzten Runde
Die Weißrussin Darya Domracheva überholte die Norwegerin Tora Berger auf der letzten Runde des 12,5 km Massenstarts der Frauen und holte sich ihren zweiten Sieg am Wochenende und den Massenstarttitel der Saison. Domracheva gewann mit drei Schießfehlern in 39:01.4. Dahinter kam Berger mit einem Rückstand von 10 Sekunden und einem Fehler ins Ziel. Dritte wurde die Finnin Kaisa Mäkäräinen, die viermal in die Strafrunde musste und 32,6 Sekunden zurück lag.

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Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei kam mit zwei Schießfehlern als Vierte ins Ziel, 45,3 Sekunden zurück. Marie Laure Brunet lief nach einem Schießfehler mit einem Rückstand vom 51,6 Sekunden auf Rang fünf. Vor ihrem Karriereende belegte Magdalena Neuner Platz sechs. Sie hatte einen Rückstand von 56 Sekunden und sechs Fehler.


Neuner früh in Führung


Im Wettkampf der Frauen hielt der Wind an, aber es hatte aufgehört zu schneien. Das Feld blieb auf der ersten Runde eng zusammen. Neuner sowie Kuzmina, Berger und Brunet schossen fehlerfrei. Diese Gruppe hatte einen kleinen Vorsprung auf die 14 anderen Athletinnen, die ebenfalls ohne Fehler geblieben waren. Domracheva musste einmal in die Strafrunde und lag 38 Sekunden zurück. Neuner schoss auch im zweiten Liegendanschlag null Fehler und verließ den Schießstand 19,5 Sekunden vor Brunet und Kuzmina, die ebenfalls fehlerfrei blieben. Danach folgten Semerenko, Berger und Domracheva, sie lagen jedoch 40 Sekunden hinter Neuner. Als sie zum ersten Stehendanschlag kamen, hatte Neuner nach wie vor ihren großen Vorsprung, erste Verfolgerin war jetzt Kuzmina, dicht gefolgt von Domracheva, Brunet und Berger.


 


Der große Wechsel


Neuner verlor den großen Vorsprung, da sie vier Scheiben stehen ließ. Domracheva blieb fehlerfrei, genauso wie Berger, die 9 Sekunden zurück lag, gefolgt von Kuzmina, die einmal in die Strafrunde musste und einen Rückstand von weiteren 20 Sekunden hatte. Auf der nächsten 2,5 km Runde gab Domracheva Gas und vergrößerte den Abstand zwischen sich und dem Rest des Feldes. Als sie zum letzten Stehendanschlag kam, betrug ihr Vorsprung 22 Sekunden. Dieser löste sich durch zwei Fehlschüsse jedoch in Luft auf. Auch Berger schoss einmal daneben, ging aber mit einem Vorsprung von 2 Sekunden auf Domracheva auf die letzte Runde, gefolgt von Brunet und Kuzmina, die 25 bzw. 29 Sekunden zurücklagen.


Rennen zum Ziel


Bergers Führung hielt weniger als eine Minute, da die entschlossene Domracheva bald an ihr vorbeizog. 400 Meter vor dem Ziel betrug ihr Vorsprung 5,5 Sekunden und der Wettkampf war entschieden. Mäkäräinen lief eine tolle letzte Runde und von Position fünf auf Position drei und ließ Kuzmina und Brunet hinter sich. Mäkäräinen sagte: „Das Rennen hat für mich nicht allzu gut angefangen, aber ich habe im Moment beim Stehendschießen viel Selbstvertrauen und wollte bis zum Ziel kämpfen. Mir hat es ein bisschen leid getan, Brunet und Kuzmina zu überholen, aber es ist schön, jetzt hier auf dem Podest zu stehen.“


Erschöpfung


Im Ziel war Domracheva erschöpft und erklärte: „Es war ein harter Kampf. Ich glaube, jeder hat etwas Druck gespürt. Ich hatte eine Strategie für die letzte Runde. Mein Plan war, sobald wir das Stadion verlassen zu attackieren … und er hat funktioniert! Tora hat heute Geburtstag, aber ich wollte ihr auf der Strecke kein Geschenk machen. Jetzt kann ich ihr zum Geburtstag gratulieren.“


Gedanken an die Kristallkugel


Durch den Sieg entschied die strahlende Weißrussin eine zweite kleine Kristallkugel für sich. „Auf der letzten Runde dachte ich nur an eine weitere Kristallkugel. Letztes Jahre habe ich eine gewonnen und dieses Jahr zwei. Das ist ein Fortschritt … Es war eine sehr gute Saison für mich.“


Nach kurzem Verschnaufen fügte sie hinzu: „Ich bin so froh, dass die Saison vorbei ist.“


Nicht möglich, in Führung zu bleiben


Berger gestand, dass sie nach einem weiteren Kampf mit Domracheva genauso müde sei. „Wir haben ihn schon letzte Woche geführt und es war wieder ein harter Kampf! Es war ein besonderer Wettkampf für mich und ich war wirklich müde. Ich habe beschlossen, am Schießstand mein Bestes zu geben und so gut wie möglich auf der Strecke zu sein.“ Mit Blick auf die letzte Runde betonte sie noch einmal ihre Erschöpfung und sagte: „Für mich war es nicht möglich, die Führung zu halten, keine Chance.“


Gesamtweltcup an Neuner



Obwohl sie im letzten Rennen ihrer Biathlonkarriere Sechste wurde, gewann Magdalena Neuner mit 1216 Punkten den Gesamtweltcup vor Domracheva, die 1188 erzielte, und der Drittplatzierten Berger.


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